Proteste gegen Räpples rechten Haufen

Heute hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Räpple eine Kundgebung in Stuttgart veranstaltet, bei der statt der angekündigten 500 nicht einmal 50 Rechte aufliefen. Wie erwartet übte Räpple wieder einmal den Schulterschluss mit bekannten Nazis und rechten Hooligans aus Kandel und Karlsruhe. Beim “offenen Mikrofon” durften krudeste Verschwörungstheorien verbreitet werden. Auch der wegen antisemitischer Ausfälle immer wieder in der Kritik stehende Landtagsabgeordnete Gedeon kam zu Wort. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen überwiegend aus anderen Städten angereist.

Gegen die Veranstaltung fand lauter und breiter Gegenprotest statt. Start war die Kundgebung am Rotebühlplatz, zu der rund 600 Menschen kamen. Danach äußersten viele ihren Protest direkt an den Zugängen zur AfD-Veranstaltung, die großräumig abgesperrt war. Die Rechten blieben so in ihrem Kessel, dass Ihnen jede Öffentlichkeit verwehrt wurde.

Die Polizei hatte den Kronprinzplatz mit einem massiven Aufgebot abgeriegelt. Wasserwerfer standen bereit, auch Drohnen wurden eingesetzt. Bei den wenigen Festnahmen am Rande der Gegenproteste ging die Polizei mit völlig übertriebener Härte vor.

Auch wenn am 8. Dezember 2018 keine SSB-Busse zum Abtransport der Rechten eingesetzt wurden, so war der politische Willen zur Durchsetzung des rechten Marsch unübersehbar. Erneut hat hier die Führungsetage im Stuttgarter Rathaus gezeigt, wie wenig von den Kuhn’schen Lippenbekenntnissen für Vielfalt in der Praxis zu halten ist.

Letztlich sind wir als Bündnis mit dem Tag zufrieden. Wir haben nachdrücklich gezeigt, dass in Stuttgart kein Platz ist für Rechte und dass bei jedem Versuch, hier Hetze und Ausgrenzung auf die Straße zu tragen, mit breitem und lautem Protest zu rechnen ist.

Danke an alle, die dabei waren!